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SPÄTES STADIUM

- deutliche Einschränkung der Alltagskompetenz

- Verlust des Denk- und Erinnerungsvermögens

- Orientierungsverlust

- Antriebsverlust

- Bezug zur Gegenwart und zum Vergangenen geht verloren

- Bewegungseinschränkung

- Schluckbeschwerden können auftreten

- umfassende Hilfe erforderlich

DIE PFLEGE UND

BETREUUNG EINES

MENSCHEN MIT DEMENZ

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BESONDERE BELASTUNGEN IN DER FAMILIE

Am Anfang einer Demenzerkrankung dauert es oft lange, bis Verhaltensveränderun-

gen als Krankheitssymptome erkannt und sicher diagnostiziert werden. Die Betrof-

fenen selbst versuchen häufig, ihre Vergesslichkeit zu verbergen. Wenn sie mit der

Diagnose konfrontiert werden, können Gefühle wie Wut, Angst und Schuld entstehen.

Auch Angehörige müssen mit Fortschreiten der Erkrankung vielfältige Verluste hin-

nehmen. Es fällt schwer zu akzeptieren, dass gemeinsame Erinnerungen verloren

gehen und die einst vertraute Person immer fremder wird. Angehörige fühlen sich

in den verschiedenen Phasen der Erkrankung oft unsicher und müssen lernen,

flexibel und einfühlsam auf die sich ständig verändernde Symptomatik zu reagieren,

neue Anpassungsstrategien zu entwickeln und sich mit ethischen Fragestellungen zu

beschäftigen.

Die Betreuung und Pflege eines Menschen mit Demenz hat gravierende Folgen

für die Lebensführung der Angehörigen. Ein passendes Betreuungs- und Pflege-

arrangement verlangt ein Höchstmaß an Organisation und Flexibilität. Nicht selten las-

tet die Hauptverantwortung der Pflege für viele Jahre auf den Schultern einer Person –

vorteilhafter wäre es, wenn die Aufgaben verteilt werden könnten.

Es ist ratsam, schon frühzeitig Hilfe von außen mit einzubeziehen, um die

eigenen Kräfte möglichst lange zu erhalten.