Auerbach Stadt-Anzeiger - April 2018

40 Jahre Jahrgang 40 April 2018 Nr.04 Die vier großen Deckengemälde in der katholischen Michelfelder Pfarrkirche St. Johannes der Evangelist , einer Asamkirche, zeigen Stationen aus dem Leben Jesu: das hinterste über der Orgelempore die Verehrung des Neugeborenen durch die Hirten, das nächste die Szene auf dem Ölberg, und das vorderste im Chorraummit der Scheinkuppel das Pfingstgeschehen, symbolisiert durch die 7 Gaben des Heiligen Geistes. Im hier gezeigten dritten Deckengemälde von hinten bzw. ersten nach dem Chorraum ist die Auferstehung Jesu bildlich dargestellt. Der dem Grab entstiegene und nach oben schwebende Christus mit der Siegesfahne in der linken Hand wird von zahlreichen Engeln umringt. Der besiegte Tod, symbolisiert durch ein Gerippe mit überlangen Armen und Beinen, sitzt zusammengekauert am Rande des leeren Grabes. Die Wächter, die das Grab Jesu bewachen sollten, sind bestürzt und teilweise zu Boden gestürzt. Die Malerei geht dabei teilweise in 3D über: der Schaft der Lanze des linken Wächters ist aus Holz und ragt in den Raum, sein rechter Arm aus Stuck tut dies ebenfalls. Rudi Weber

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